Vorraum A - Eingang

Landkarten

Landkarten dienen erst einmal als Orientierungshilfen im geografischen Raum. Alte Landkarten sind aber gleichzeitig hervorragende historische Quellen. In unserem Museum werden Sie viele Landkarten(kopien) finden, darunter in Raum1, Vitrine 4, auf einem Mamutzahn aus Unterwisternitz die der wahrscheinlich ältesten Landkarte der Welt.

Hier, im Vorraum A, sind 4 der interessantesten alten Karten zu sehen.

Der Ort Bernhardsthal ist erstmals bei Fabrizius (1575) und in Kopien seiner Karte lagerichtig kartiert. Die älteste (1623) Detailkarte der Herrschaft Rabensburg stammt aus dem Liechtensteinarchiv. Sie ist von verblüffender Genauigkeit, der Fehler Kirche Bernhardsthal – Kirche Neusiedl beträgt nur etwa 100 m. Eine weitere Besonderheit ist die einzige Zeichnung der Kirche Bernhardsthal mit einem Dachreiter, der Turm wurde erst 1790 errichtet.

Ebenfalls aus dem Liechtensteinarchiv stammt die rechts hängende Karte der Herrschaft Rabensburg 1750. Was Sie hier sehen ist das Ergebnis einer intensiven Bearbeitung ( putzen, Kontrastveränderungen usw. durch F. Stratjel) des Originalkartenbildes. Westlich des Orts Bernhardsthal ist der "Obere Teich" mit den nördlich davon liegenden Weingärten zu sehen. Beim Meierhof ist eine Fehlstelle, ob der "Große Teich" auch eine Fehlstelle ist oder gerade ausgelassen war, läßt sich nicht mehr klären. Ungefähr verfolgen läßt sich der Weg nach Landshut, zumindest die "Entenseebrücke" ist deutlich erkennbar.

Rechts daneben hängen vier aneinanderschließende Karten der „Josefinischen Aufnahme“ 1784, leider schon etwas "vergrünt" in der kaiserlichen (schöner beschrifteten) Fassung der Nationalbibliothek.
Gegenüber, ganz links, hägt eine verkleinerte kombinierte Version der Kriegsarchivfassung der Josefinischen Aufnahme (Ausarbeitung durch den Distelverein). Auffallend ist der Unterschied der beiden Fassungen beim Hametteich - in der Kriegsarchivfassung ist er nur mehr Sumpf.

Rechts davon befinden sich die Blätter der Katastralmappe 1866, in der Fassung 1910. Das fehlende Zentralblatt ist durch ein Blatt von 1813 ersetzt (leicht erkennbar an der fehlenden Bahntrasse). Der Mappe 1813 lief eine lange Abstimmungszeit voraus. Erst mussten sich die Bürgermeister über die Gemeindegrenzen einigen, dann über die Riedgrenzen und schließlich die Grundbesitzer über die Ackergrenzen (und damit Ackergrößen). Im Ort ging es nicht ganz so genau zu, denn dafür wurden keine Steuern gezahlt.

Im Mai 1945 wurden alle Gemeindeunterlagen am damaligen Postplatz verbrannt. Nur diese Katastralmappe wurde ansscheinend übersehen. Sie wurde von Sekr. Janka dem Museum übergeben.

Im Eingangsbereich finden Sie auch unser Gästebuch.

Vorraum B

Enthält vor allem Informationsmaterial - die erwerbbare Literatur zu Bernhardsthal.

Links vom Eingang hängt eine Verkleinerung der ältesten Liechtensteinkarte der Herrschaft Rabensburg von 1623. Darunter befindet sich der Ausschnitt Bernhardsthal der ältesten Riedkarte NÖs von 1880.

Von den drei großen Wandtafeln zur Archäologie bringt eine die Ausgrabungsgeschichte, zwei beschäftigen sich mit der Ausgrabung im Teich.

Über der Tür in Gang C hängt eine Landkarte auf der das Einzugsgebiet des Hamelbaches - 126 km² -eingezeichnet ist.

Daneben befinden sich die Kopien zweier Urkunden, der Ostarichi Urkunde von 996 und der Erstnennung Bernhardsthals im Jahr 1171.

Die Pinwand ist mit Bildern zu den Hallstatthügeln versehen.

Rechts vom Durchgang zu Raum 1 wird der beiden Väter des Heimatmuseums, Otto Berger und Dr. Johannes Wolfgang Neugebauer, gedacht.