Unsere Autoren

Glücklicherweise gab und gibt es in Bernhardsthal immer wieder Pfarrer und Gemeindebürger, die sich der Ortsgeschichte annahmen und -nehmen.

  • Dr. Stephan Wick, Sohn des hiesigen Gemeindearztes Johann Wick, veröffentlichte bereits 1883 er in den Blättern des Vereins für Landeskunde von Niederösterreich einen Beitrag zur Topographie abgekommener Orte, insbesondere in unserer Gegend, in welchem er u. A. auch über Heumad (Hamet) und Ödenkirchen berichtet.
  • Dechant Kanonikus und Historiker Karl Bock (* 23. Jänner 1864; † 22. Jänner 1938; 1907-38 in Bernhardsthal tätig), ein Sammler („Sammlung Bock”), Fotograf - um den an Front befindlichen Soldaten Bilder ihrer Familie senden zu können - und Publizist. Er veröffentlichte seine Kenntnisse in den Anhängen des Pfarrkalenders bzw. im „Hauskalender Bernhardsthal 1912-1920”.
  • 1928 verfasste Emil Linhart (Haus № 17) als Abschlussarbeit in der Lehrerbildungsanstalt mit der „Geschichte von Bernhardsthal” unser erstes Heimatbuch.
  • 1938 veröffentlichte der aus Bernhardsthal stammende Prälat Dr. phil. Franz Hlawati mit „Bernhardsthal, Beitrag zur Geschichte eines niederösterreichischen Grenzortes” unser zweites Heimatbuch.
  • Nach den Kriegswirren des 2. Weltkriegs nahm sich Alois Stix (* 26. April 1884; † 18. August 1972) dem örtlichen Zeitgeschehen an. Neben seinem Hauptberuf bei der Eisenbahn, war er Landwirt, Gemeindesekretär, Musiker, Sänger, Kapellmeister, Jagdpächter, Weinsensal, u.v.a.m., wodurch er über die Vorkommnisse in der Gemeinde recht gut informiert war. Seine Aufzeichnungen sind uns in dem 1976 von Robert Franz Zelesnik zusammengestellten Bernhardsthaler Heimatbuchs erhalten geblieben.
  • Otto Berger (*1907  †2002) stellte seine Funde, wie auch zahlreiche Fundstücke der Ortsbevölkerung zu einer Sammlung zusammen. Anlässlich der 800-Jahr-Feier von Bernhardsthal wurde auf sein Betreiben am 1. Juli 1977 das  Heimatmuseum eröffnet.
    1994 wurde, in Anbetracht und Würdigung der Verdienste von Hr. Otto Berger, das Heimatmuseum in „Otto Berger Heimatmuseum” umbenannt.
    Am 26. Mai 2002 besuchte er zum letzten Mal „sein” Museum, wo gerade die Eröffnung der Sonderausstellung „Wäschewaschen im Wandel” (Im Wandl Wäsche waschen) stattfand. Am Tag darauf ging er für immer von uns.
  • Im Jahr 1994 (offiziell erst 2000) übernimmt Friedel Stratjel die Leitung des Bernhardsthaler „Otto Berger Heimatmuseums”.
    Friedel Stratjel (*1941) hat seit seiner Jugend eine sehr enge Beziehung zu Landkarten. Vor mehr als 10 Jahren hat er sich intensiv der Geschichte Bernhardsthals angenommen. Bereits 1996 erschien „Von den ersten Quellen bis zur deutschen Besiedlung”, Friedels erste Broschüre in der Reihe „Beiträge zur Geschichte von Bernhardsthal und Umgebung”. Aufgrund des starken Interesses folgten schon bald überarbeitete Neuauflagen älterer und bereits vergriffener Schriften zur Geschichte Bernhardsthals sowie ein Sammelband mit alten Fotografien.
    Auch sind und waren die „3 Berg” (3 Tumuli, Königsgräber aus der Hallstattzeit) seit der Erforschung durch Matthäus Much im Jahre 1870 (1878?), also seit mehr als 100 Jahren, ein beliebter Anziehungspunkt sowie Anlass für zahlreiche archäologische Fundberichte und Publikationen.
    Anlässlich der jüngsten mittelalterlichen Funde, die im Zuge der Teichsanierung im Jahre 2008 an die Oberfläche traten, verfasste Friedel Stratjel einen ersten, persönlichen Vorbericht.
  • 2000 entsteht im 1970 gegründeten „Kultur-, Tourismus- und Verschönerungsverein” (heute DOERN) die Sektion Museum.
  • Am 12. Mai 2011 übergibt Friedel Stratjel die Leitung des Bernhardsthaler „Otto Berger Heimatmuseums” an Dieter Friedl.
    Dieter Friedl (*1957) ist seit 1998/99 als Betreiber einer Homepage über den Künstler Mike Batt im Internet präsent. Als begabter Verfasser von Gedichten, Beiträgen und Protokollen hat Dieter Friedl auch mehrere Artikel über Bernhardsthal und Umgebung im Internet veröffentlicht, wie zum Beispiel die „Wanderwege rund um Bernhardsthal”, zu denen sich bald darauf weitere, wie „Wanderwege in der Umgebung von Bernhardsthal” und auch die „Wanderwege in die tschechische Umgebung von Bernhardsthal” gesellten. Mit dem Ausbau seiner Wanderseiten und der Aufnahme der Grenzsteine und Kleindenkmäler in seine Sammlung traf er unweigerlich auch auf die Bernhardsthaler Ortsgeschichte(n). Ähnlich wie bei Friedel Stratjel, der bereits seit seiner Jugend Landkarten sammelt, hat sich Dieter Friedl schon sehr früh für Heimatbücher und Dorfchroniken interessiert. Zu jedem Besuch einer Burg, eines Schlosses oder von sonstigen Orten und Sehenswürdigkeiten, gehörte auch der Erwerb der passenden Broschüre. War es anfangs nur reiner Sammlertrieb, so begann er in den letzten Jahren das Gesammelte auch zu verwerten.
    Als gebürtiger Retzer, somit als „Zuagroaster”, war er anfangs ortsgeschichtlich vielen Ortsbewohnern unterlegen. Andererseits, so meint er,  zieht er daraus den Vorteil, dass ihm so manches „Selbstverständliche” gar nicht so selbstverständlich ist. So ist von Dieter Friedl noch viel Geschriebenes für unser Dorf und für unser Heimatmuseum zu erwarten.
  • Übrigens: Die Ähnlichkeit der beiden Namen Friedel (Stratjel) und Friedl (Dieter) führt gern zu Verwechslungen. Man muss daher schon sehr auf das zweite »e« beim Vornamen Friedel und auf das fehlende zweite »e« beim Nachnamen Friedl achten. So richtig kompliziert wird es allerdings erst mit Fredl, unserem dritten Autor im Bunde, bei dem im Vornamen sowohl das »i« wie auch das zweite »e«  fehlt ...
    Alfred (Fredl) Mandl erfasst derzeit nicht nur das Museumsinventar, er versucht auch die seit Jahren in Kartons gesammelten Partezetteln chronologisch zu ordnen um sie danach in einer Datei zu erfassen. Als Fernziel schwebt dem Museums-Team eine interaktive Museumsdatenbank vor, die allgemein einsehbar und von mehreren (eingeschulten) Mitarbeitern bearbeitet werden kann. Selbstverständlich wird die gesamte Software „open source” sein um von kostenpfllichtiger Fremd-Software unabhängig zu sein.
  • Mit Anfang des Jahres 2015 ging die Internetseite www.museumbernhardsthal.at online. Damit wurde für die vielen Beträge aus mehr als einem Jahrhundert Arbeit vieler Autoren eine entsprechende und zeitgemäße Plattform geschaffen. Als Koordinator und Bändiger der Daten und Programme versucht sich hier Herald Gessinger, der seit dem Jahr 2000 unter www.seifen.at als „Der Seifensieder” im Internet bekannt und präsent ist.