Späte Bronzezeit (Urnenfelderkultur): 1.200-750 v. Chr.

Raum 1, Vitrine 7c

In dieser Epoche wurden die Toten ausschließlich auf dem Scheiterhaufen verbrannt und danach in großen Urnenfriedhöfen zusammen mit den Beigaben bestattet (daher auch der Name Urnenfelderkultur). Große Befestigungen (z. B. Stillfried an der March) lassen auf unruhige Zeiten schließen. Die erste spärliche Verwendung von Eisen deutet die Übergangsstellung zur Eisenzeit an.

Bei der Errichtung des Hauses Darmovzal im Ortsteil „Ödenkirchen” muss mindestens ein Urnengrab zerstört worden sein, wie einige in der Vitrine ausgestellte Keramiken wahrscheinlich machen (Abb. 3, Nr. 12). Es sind dies eine Tasse, eine doppelhenkelige Schale, ein kleines Fußgefäß und ein Gefäßfragment. Die restlichen Exponate (großes kugeliges Gefäß, Henkelschale, Bronzemesser, Bronzebecken = Nachbildung mit Henkeln mit kreuzförmigen Attaschen und gelochtes Geweihstück) stammen aus einer älteren Aufsammlung; ihre genaueren Fundorte sind leider nicht bekannt. Der Scherben eines Kegelhalsgefäßes mit der schematischen Darstellung eines zweirädrigen Wagens aus Rabensburg (in der Vitrine eine Kopie, Original im Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Wien; im Hintergrund eine vergrößerte Umzeichnung des Wagens rechts neben einigen weiteren urnenfelderzeitlichen Gefäßtypen) gehört schon in die folgende Hallstattkultur.