Altsteinzeit: 1,000.000-4.500 v. Chr.

Raum 1, Vitrine 3

Die altsteinzeitlichen Anfänge der menschlichen Geschichte reichen in das Zeitalter der Eiszeit zurück. Kalt- und Warmphasen wechselten einander ab, wobei in den Kälteperioden das Jahresmittel um 3-8 Grad niedriger als heute war. In einer diesem Klima eigentümlichen Umwelt lebte der Mensch noch unstet als Jäger und Sammler (= aneignende Wirtschaftsform). Seine Werkzeuge und Waffen schlug er sich aus (Feuer-) Stein (Steinzeit) zu. Fehlen aus Bernhardsthal selbst bislang noch altstein-zeitliche Nachweise, so gibt es 25 km nordwestlich in den Pollauer Bergen einige berühmte Fundstellen wie Unter-Wisternitz (Dolní Věstonice) und Pollau (Pavlov). Besonders aus dem erstgenannten Unterwisternitz ist eine Venusstatuette (Alter ungefähr 25.000 v. Chr.) hervorzuheben, die mit zahlreichen anderen Funden dieser Fundstelle in der Vitrine als Kopie zu sehen ist. .Dazu passen die Kopien der Venus von Willendorf und der noch viel älteren "Fanny" (33.000 v. Chr.) von Krems/Statzendorf.

Aus einheimischen Sandgruben stammen dagegen Tierknochen und -zähne (z.B. ein Mammut-Wirbel, Mahl- und Stoßzähne). Das Mammut ist ein für die Kaltzeit typisches Tier. Die Modelle der Mammuts und des Wollnashorns stammen von Werner Schmid, der als Spezialist für Mammutiden (Mastodonten, ausgestorbene elefantenartige Rüsseltiere, die 22 Mio. Jahre bis 10.000 v. Chr. existierten) auch für Wiener, Niederösterreichische und internationale Museen Modelle anfertigte.