Ältere Eisenzeit (Hallstattkultur): 750-400 v. Chr.

Raum 1, Vitrine 7d und 8a

Ab nun beginnt das Eisen als eine zusätzliche Werkstoffkomponente eine immer bedeutender werdende Rolle zu spielen. Ein wirklich fühlbarer Umschwung weg von der Bronze hin zum Eisen wird aber erst in der jüngeren Eisenzeit bemerkbar. Aber schon in der älteren Stufe, die nach dem berühmten oberösterreichischen Salzbergbauort mit zugehörigem Gräberfeld Hallstattkultur benannt wird, kommt es zu beträchtlichen Veränderungen auf wirtschaftlichem, wohl aber auch auf gesellschaftlichem und politischem Gebiet. In den Friedhöfen tauchen zudem langsam wieder Körperbestattungen auf (an der Marchlinie dauert dies allerdings sehr lange!).

Abb. 2: Darstellung von Hugo Charlemont von 1886

Eine besondere Stellung nehmen neben den einfachen Flachgräberfeldern (z. B. Hohenau/March; rechtes Foto in der Vitrine = Grab 37) die Hügelgräbergruppen ein. Mit den sog. „Drei Bergen” ist Bernhardsthal in der glücklichen Lage, drei dieser Fürstengräber in seinem Gemeindegebiet zu haben (Abb. 3, Nr. 13 a-c). Wie schon eingangs erwähnt, hat Dr. Much sowohl die Rabensburger als auch die Bernhardsthaler Hügel schon im vorigen Jahrhundert durchgraben.

Die dabei gemachten Funde (alte Darstellung von Hugo Charlemont von 1886, links in der Vitrine und Abb. 1, oben) gelangten in die Studiensammlung des Institutes für Ur- und Frühgeschichte der Wiener Universität. Anlässlich der Errichtung des Heimatmuseums überließ der damalige Vorstand des Institutes, Univ.-Prof. Dr. R. Pittioni, einige Gefäße leihweise der Bernhardsthaler Sammlung. Diese können daher nach etwa 100 Jahren wieder im Ort in der Vitrine 2 besichtigt werden. Es sind dies zwei Kegelhalsgefäße, zwei Tassen, eine Schale und eine Situla (eimerförmiges Gefäß). Neue Grabfunde, die bei Hausbauten in Rabensburg auf dem Areal des ehemaligen Sportplatzes getätigt wurden, und ein riesiges Vorratsgefäß von den Wiesäckern in Reintal runden das Bild ab.